Die Gemeinde langfristig stärken, Liegenschaft Post Adlikon im Baurecht                                        JA am 8. März 2026
Eine Initiative gegen den Ausverkauf der Gemeinde

Wichtige Kurzmeldungen

  • Ein weiterer Lichtblick: Gemeindepräsident Hansruedi Jucker anerkennt im Interview mit Radio Munot am 10. Februar erstmals öffentlich, dass der gesellschaftliche Bedarf für einen Begegnungsraum in Adlikon gegeben ist. Weder in den Abstimmungsunterlagen noch anderswo hat sich der Gemeinderat bisher zu diesem Anliegen geäussert.  Eine bemerkenswerte und schöne Entwicklung!
  • An ihrem Februar-Höck hat die FDP-Ortspartei die Parole gefasst für die Abstimmung vom 8. März. Die Partei unterstützt
    die Initiative «Liegenschaft Post Adlikon im Baurecht» einstimmig. Quelle: Andelfinger Zeitung, Publiziert: 10. Februar 2026.
  • Am 28. Januar war der letzte Infotermin im Pöstli in Adlikon. Über 50 Personen waren im Saal, ein eindrücklicher Beweis der Solidarität für das Anliegen der Initiative. 
  • Ein Lichtblick: RPK anerkennt Bedarf für Begegnungsort im Dorf (Medienmitteilung Gemeinderat vom 12. Januar 2026)
  • Die Gemeindeversammlung hat am 26. November den Verkauf des Mehrfamilienhauses / Einhorn in Humlikon wuchtig abgelehnt. Lesen Sie die Medienmitteilung dazu.

Die Initiative will

  • Baurecht an der Liegenschaft Post für eine beliebige gemeinnützige Organisation
  • preiswerte und altersgerechte Wohnungen
  • Begegnungsraum für Alle
  • stetige Einnahmen für die Gemeinde
  • den Leerstand nach über 36 Monaten endlich beenden

Der Gemeinderat hat angekündet

  • Verkauf der Liegenschaft Post
  • teurer Investorenwettbewerb CHF 100'000
  • Adlikon die einzige öffentliche Liegenschaft entziehen
  • Entgegen dem Fusionsversprechen mit dem Erlös andere Projekte finanzieren 

 

KI unterstützt Platz vor dem ehemaligen Pöstli

 




Die Argumente für die Initiative

  1. Ein Baurecht ist langfristig und sichert der Gemeinde Einfluss und regelmässige Einnahmen statt einmaliger Gewinn.
  2. Nachfolgende Generationen sollen auch Gelegenheit haben, öffentliches Land einer neuen Bestimmung zuzuführen.
  3. Die Liegenschaft Post ist die letzte öffentliche Liegenschaft in Adlikon mit rund 400 Einwohnerinnen und Einwohnern.  
  4. Der Gemeinderat unterstützt mit jährlichen Beiträgen von rund Fr. 20 000 eine bezirksweit tätige Informationsstelle für Altersfragen. Der Nutzen für die älteren Menschen ist vernachlässigbar. Mit einem Bekenntnis zu kostengünstigen Wohnungen kann der Gemeinderat den Worten konkrete Taten mit grosser Wirkung folgen lassen.
  5. Die Gemeinde Thalheim an der Thur hat das Grundstück der ehemaligen Brückenwaage ebenfalls im Baurecht abgegeben. Es entstehen Wohnungen und die Gemeinde hat sich den Raum für ein öffentlich zugängliches Bistro gesichert.
  6. Der Gemeinderat hat angekündet, dass mit der Vergabe der Liegenschaft Qualitätsaspekte und gesellschaftliche Anforderungen der Bevölkerung zu berücksichtigen sind. Zum Zeitpunkt der Eingabe der Initiative waren diese "Qualitätsaspekte und gesellschaftlichen Anforderungen" nicht bekannt. Mit der Initiative werden diese Anliegen bestmöglich erfüllt.
  7. Der Erlös der letzten öffentlichen Liegenschaft in Adlikon soll nicht für die Finanzierung von anderen Grossprojekten herhalten.


Die Versprechen vor der Gemeindefusion

Mit den Versprechen in der Fusionsbroschüre hat der Gemeinderat die Mehrheit der Bevölkerung von der Vorteilen einer Fusion überzeugt.

Die Leistungen der Werkbetrieb sind zuverlässig, kundenordientiert und kostengünstig. Die starken Steuerausschläge gehören der Vergangenheit an  und die Verwaltung leistet eine professionelle Arbeit. Diese positiven Leistungen gilt es zu würdigen. 

Leider will der Gemeinderat mit kurzfristigem Blick und finanziell geprägtem Denken dem Dorf Adlikon die einzige gesellschaftlich wertvolle Liegenschaft unter den Füssen wegziehen. Bei einem genauen Blick in die Fusionsbroschüre lesen wir Begriffe wie "solidarisch verbunden", "müssen Rahmenbedingungen schaffen", "Bessere Entwicklungsperspektiven". Hat der Gemeinderat vergessen, dass neben den Finanzen auch die gesellschaftlichen Qualitäten für eine Gemeinde wichtig sind?

Ein paar Beispiele aus der Fusionsbroschüre

  1. Der Gemeinderat will mit dem Verkaufserlöse andere Projekte in der Gemeinde finanzieren. Diese Absicht ist ein krasser Verstoss gegen Versprechen in der Fusionsbroschüre. Der Gemeinderat hat damals geschrieben: Seite 19, Abschnitt 2; „Die bereits laufenden Projekte der Gemeinde Andelfingen können auch mit Eingemeindung problemlos realisiert werden.“
  2. Ein Versprechen das von der Bevölkerung gelebt, vom Gemeinderat aber vergessen worden ist: Seite 5, Abschnitt 2; „Andelfingen zeigt bereits seit Jahren hohe Bereitschaft an einer Zusammenarbeit und fühlt sich mit den kleinen Gemeinden solidarisch verbunden.“
  3. Wie will der Gemeinderat dieses Fusionsversprechen einhalten, wenn er die letzte öffentliche Infrastruktur veräussert: Seite 18, Abschnitt 5; „Die Behörden der erweiterten Gemeinde Andelfingen müssen Rahmenbedingungen schaffen, welche die Weiterführung örtlicher Traditionen und Anlässe begünstigen und erleichtern sowie den Kontakt und den Austausch pflegen".
  4. Seite 19, Abschnitt Chancen z.B.; „Bessere Entwicklungsperspektiven für die Ortsteile und ihre Bevölkerung / Erweiterung des Liegenschaftsportfolios und somit mehr Flexibilität in der Nutzung
  5. Seite 15, Abschnitt 2; „Da das Gemeindehaus Andelfingen in den nächsten zwei bis drei Jahren einer Totalsanierung unterzogen werden muss, könnte eines der beiden voll eingerichteten Gemeindehäuser während der Sanierungsphase aber als Übergangslösung genutzt werden. So könnte bereits auf den Zeitpunkt der Eingemeindung eine Abteilung temporär nach Adliken oder Humlikon verlagert werden, so dass vor der Sanierung keine zusätzlichen Kosten für die Arbeitsplatzeinrichtung im Gemeindehaus Andelfingen aufgewendet werden müssen.“
  6. Seite 15, Abschnitt 1; „Wenn die Gemeindehäuser Adlikon und Humlikon nach einer Zwischennutzung nicht mehr für öffentliche Aufgaben benötigt werden (siehe Absatz Verwaltungsstandort), können sie vom Verwaltungsvermögen ins Finanzvermögen verschoben und dort zu einem Wert von mindestens CHF 8 Mio. verbucht werden.“

 


Welchen Stellenwert hat die Fusionsbroschüre

Der Gemeinderat Andelfingen ist der Ansicht, dass die Fusionsbroschüre keinen Zusammenhang mit dem geplanten Verkauf der Liegenschaft Post Adlikon und der Initiative haben. Diese Haltung ist sehr befremdend. Die Bevölkerung hat sich im guten Glauben auf die Aussagen und die Versprechen in der Fusionsbroschüre verlassen.  


und zum Schluss

  1. Die Initiative verfolgt die gleichen Absichten wie die Genossenschaft Pöstli Adlikon. Ergänzend dazu verlangt sie gesellschaftlich wertvolle Rahmenbedigungen und überlässt den Stimmberechtigen die Auswahl der gemeinnützigen Trägerschaft.